März-Kalenderblatt

Eigentlich wollte ich Peter zu seinem Hobby befragen und ich begann: Was hat dich zum Töpfern gebracht?

Doch im Gespräch wurde schnell klar, es wird mehr als nur eine Geschichte vom Töpfern auf dem Niederhof. Peter und seine Frau Barbara sind Visionäre, die Initiatoren für den Niederhof-Kauf und die Vereinsgründung „Miteinander Füreinander Jung und Alt Görlitz e.V.“

Und sie haben eine Lebensgeschichte zu erzählen…

1960-65 arbeitete Peter als Bergbau-Ingenieur in Hamm Westfalen, in der Zeche Heinrich-Robert.

Barbara, seine Frau, nahm in diesen Jahren an Hilfsprojekten in Israel und Großbritanien teil. Ihr Motor für diese Reisen war das tiefe Bedürfnis, Menschen zu helfen, insbesondere Menschen, die unter dem Hitler-Regime gelitten haben. Sie wollte diesen Menschen zuhören, mit ihnen ins Gespräch kommen. Peter unterstützte sie darin.

Als Barbara 1965 das Angebot bekam, in Israel in einem „Dorf für Behinderte“ mitzuarbeiten, fragte sie ihren Peter, ob er sie diesmal nach Israel begleiten würde. Und so zogen sie für zwei Jahre gemeinsam los. Noch heute gibt es diese Art von Dörfern hier

Peter: „Barbara hatte in England das Töpfern erlernt und es entstand die Idee, in diesem Dorf eine Töpferwerkstatt zu therapeutischen Zwecken aufzubauen. Und ich lernte von Barbara das Töpfern.“

Im Sommer 1967 sollte es zurück nach Deutschland gehen, doch der 6-Tage-Krieg durchkreuzte ihre Pläne. Sie blieben länger. Erst im Dezember zogen sie, nun schon als kleine Familie mit Kind, endgültig nach Deutschland zurück. Doch deutsch-israelische Freundschaften blieben bis auf den heutigen Tag.

Durch die Kohlekrise bekam Peter keine Arbeit in seinem alten Bergbaubetrieb und arbeitete stattdessen als Ingenieur für eine Baugesellschaft am U-Bahn-System der Stadt Essen mit. Erst 1970 ergab sich für ihn eine Gelegenheit, zum Bergbau zurückzukehren, in seine alte Zeche Heinrich-Robert. Dort blieb er bis 1991.

Dann zog es Barbara und Peter wieder in die Ferne, ihre Kinder erwachsen geworden und aus dem Haus. Ein Studienfreund, mit dem Peter früher in einer Jazz-Band spielte, hatte sie begeistert aus dem Gelände und den Äckern einer ehemaligen LPG einen ökologischen Bauernhof entstehen zu lassen.

Noch während beide in Pfaffendorf halfen den heutigen Lindenhof aufzubauen, initiierten sie im November 2005 die Gründung des Vereins Miteinander Füreinander Jung und Alt Görlitz e.V. Und kurz darauf begann die Suche nach einem geeigneten Gelände, das auch schnell entdeckt wurde: der Niederhof in Görlitz. Hier entstand wieder eine Töpferwerkstatt, wo Barbara bis heute ihren künstlerischen Ambitionen nachgeht und Peter noch immer praktische Ideen umsetzt.

Peter, was fasziniert dich am Töpfern? „Die Grundlage vom Töpfern – Erde, Wasser, Luft, Feuer als Grundelemente. Ich kann selbst tätig sein…“ und in seinem Humor fügte er noch an, 😉 „…ich kann das Geschirr, das Barbara wirft, wieder erneuern.“ 😂

Und hast du ein Zeichen, was deine Töpferware erkennbar macht? „Natürlich! Es sind die gekreuzten Schlägel und Eisen.“

Was wäre noch dein Traum zu Töpfern? „Eine Schüssel, die in Form und Details stimmt, so das alle Elemente harmonisch zusammenpassen.“ 🤗

Danke Peter für dieses Gespräch.

Februar-Kalenderblatt

Die Natur erwacht langsam aus ihrem Winterschlaf und so ist es Zeit, an die Gartenplanung zu denken. Welche Früchte esse ich gern? Was möchte ich davon im Garten anbauen? Welchen Versuch wage ich in diesem Jahr?

Mein Plan steht. Ich weiß, welche Früchte ich in welches Beet säen bzw. pflanzen möchte, Sämereien sind bestellt und die eigene Samenernte von 2020 hat den Winter über trocken gelagert. Los geht’s!

So habe ich Mischsalat, Kohlrabi und Rote Bete gesät und die ersten Pflänzchen Ende Februar pikiert. Aubergine und Paprika benötigen viel Zeit zum Keimen und Wachsen und werden jedes Jahr schon Anfang Februar auf der Fensterbank vorgezogen. Meine Versuche in diesem Jahr sollen Süßkartoffel und Physalis sein. Ob es gelingt, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Zumindest die Süßkartoffel keimt schon und setzt Pflänzchen an. Den Ingwer habe ich schon lange auf der Fensterbank, denn er wächst super da und ich kann mir bei Bedarf die gewachsenen Rhizome abmachen.

Und pünktlich zur Aussaat im März steckten gestern im Postkasten die vor drei Wochen bestellten Sämereien. Und so freue ich mich auf den Frühlingsmonat, denn Tomaten, Pastinaken und Co. sind nun an der Reihe 🙂 Und natürlich beginnt die Natur nun langsam mit dem Bärlauch und anderen Wildkräutern meine Mahlzeiten zu bereichern, während der Topinambur langsam in seine wohlverdiente Pause geht.

Bärlauch

Für alle, die sich gern mit Selbstversorgung beschäftigen wollen, hier noch ein Tipp von mir. LG Manuela

Aussaat & Pflanzen im März + Beispiel-Pflanzplan

Januar-Kalenderblatt

Zum Betrachten der nachfolgenden drei Fotos, tippe sie an!

Was hast du gesehen? Die Hornisse? Oder die sie beobachtenden Fliegen? Den Schmetterling? Oder das Zusammenspiel der Farben? Die Knoblauchblüten vor dem Abendhimmel? Oder eine Vogelfamilie in ihrem Nest?

Es sind Fotos, die nur wiedergeben, was da ist. Was du siehst, entsteht in deinem Kopf 🙂

Miriam sieht auf ihren Spaziergängen oft mehr, als ein Foto zeigen kann. Und deshalb malt sie auch, statt zu fotografieren. Sie möchte ihre Empfindungen, die sie im Zusammenwirken von Farben, Formen und Kontrasten fühlt, auf der Leinwand oder dem Papier wiedergeben. Den gefühlten Moment festhalten, das ist beim Malen ihr Ziel…die Schönheit dieses Augenblicks, die Anmut des betrachtenden Objektes, der Friede einer Landschaft, die Sehnsucht, die sich aus einem Moment ergibt…

Oft schmücken ihre Gemälde unseren Vereinsraum, verschönern ihn und geben jedem, der sie sich betrachtet, einen Moment, den er für sich spüren und mitnehmen darf.

Vielen Dank Miriam dafür.